Die Schlacht an der Alten Eiche
Flankenangriff im Norden
Die Waldelfen warteten bereits.
Im Schatten einer uralten Eiche formierten sich die Krieger Orions zur Jagd, ruhig, konzentriert – tödlich. Als die Orks und Goblins aus dem Dickicht hervorbrachen, glaubten sie noch, die Initiative zu tragen. Doch der Wald selbst schien gegen sie zu stehen.
Der Angriff begann ungeordnet. Während Gorbad Blutaxt seine Wildschweinreiter neben den Trollen in Stellung brachte, zersplitterte die rechte Flanke der Grünhäute bereits im Ansatz. Ein Goblinhäuptling, von nackter Angst gepackt, verweigerte den Angriff auf eine kleine Einheit Waldreiter – ein Moment des Zögerns, der alles entschied. Die Trolle, ihres Schutzes beraubt, wurden von der Wilden Jagd frontal überrannt und in einem einzigen, brutalen Ansturm zerschlagen.
Dann kam der Schlag, der die Schlacht brach.
Die Bannwaldhüter – fortan bekannt als die Eidwächter der Dämmerwurzel – stürmten mit unnatürlicher Präzision aus der Deckung und trafen Gorbads Elite mitten im Vormarsch. Der Nahkampf zog sich, zäh und blutig, doch die Disziplin der Elfen erwies sich als unerschütterlich. Einer nach dem anderen fielen die Wildschweinreiter, bis selbst Gorbad die Nerven verlor, floh – und im nächsten Augenblick mit voller Wucht gegen den Stamm der alten Eiche prallte. Bewusstlos blieb er liegen, während seine Krieger zerstreut wurden.
Auf der anderen Flanke tobte ein Duell von anderer Art. Thalendril Sturmgeweih stellte sich dem Lindwurm – und unterlag. Nur knapp entkam er dem Tod, sammelte sich neu und führte seine Krieger in einen präzisen Gegenschlag. Der feindliche Schamane floh, und gemeinsam mit den Kampftänzern stürzte Thalendril sich in die Schwarzorks. Was folgte, war kein Kampf mehr, sondern ein Tanz aus Klingen – und die schwer gepanzerten Krieger wurden Stück für Stück niedergemäht.
Als der Staub sich legte, war von der orkischen Angriffskraft kaum noch etwas übrig. Doch auch die Elfen hatten bitteren Blutzoll gezahlt...